umgeblättert

Blättermonat April

Mein Rückblick in Büchern für den Monat April

Nicht nur Ostern, sondern nun auch der 1. Mai, der dieses Jahr auf einen Montag fällt, bescherten uns im April zwei verlängerte Wochenenden. Lange Wochenenden sind eine wunderbare Gelegenheit, um zu lesen. Ich habe zum Beispiel an den Osterfeiertagen an einem Lesemarathon von der Buchcommunity Lovelybooks teilgenommen. Zwar war es eine kleine Herausforderung zum Lesen zu kommen, da ich samstags noch arbeiten musste und Ostern nun mal auch die Zeit ist, die man gern mit der Familie, Freunden und dem Partner verbringt. Trotzdem war es schön, wenn ich es mir dann abends mit einem Buch entspannt gemütlich machen konnte.

Dieses Wochenende werde ich auch die freie Zeit zum Schmökern nutzen. Jedoch ist das Wetter so schön, dass man auch viel Zeit draußen verbringen möchte. So war ich zum Beispiel mit einer lieben Freundin auf dem Flohmarkt am Boxhagener Platz in Berlin. Wir waren schon zu Beginn da, sodass wir uns noch durch keine Menschenmengen schieben mussten. Die Stände wurden sogar noch aufgebaut, während wir schon durch die Gänge schlenderten. Da der Blog nicht immer eine Ausrede dafür sein kann, Bücher zu kaufen, habe ich versucht mich diesen Monat zurück zu halten. Als ich jedoch dann vor einem schönen Stand mit Büchern stand, die alle noch sehr gut erhalten waren und sich in den Stapeln der eine oder andere Schatz verbarg, konnte ich natürlich nicht vorbei, ohne zwei mitzunehmen.

Welche Bücher mir diesen Monat spannende Lesemomente geschenkt haben, neu in meinem Bücherregal eingezogen sind und ich gerade lese, werde ich euch nun in meinem kleinen Rückblick vorstellen. Auch werde ich euch meinen Buchliebling des Monats verraten.

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Diese Bücher habe ich unter anderem im April gelesen

Sarah Kuttner: 180 Grad Meer

Sarah Kuttners Roman hat mich sehr berührt. Er nimmt einen mit in die Gedankenwelt der Protagonistin Jule auf ihre Reise in die Vergangenheit und auf eine Reise nach England ans Meer.

Meine Rezension findet ihr hier: Ein Halbkreis voller Meer

Zeruya Shalev: Schmerz

Dieses Buch habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Das Buchcover gefällt mir schon aufgrund seiner Schlichtheit. Es sind nur Umrisse einer Frau zu sehen und es ist einfach gehalten in Schwarz- und Weißtönen mit einem roten Schriftzug. Es deutet für mich bereits darauf hin, dass vor allem das Gefühl im Vordergrund stehen soll. Der Klappentext des Buches verspricht für mich viele emotionale Gänsehautmomente: „Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Terroranschlag schwer verletzt worden. Zwar ist sie in ihre Leben zurück gekehrt, […], doch quälen sie Tag für Tag Schmerzen.“ Spätestens seit Dezember wissen wir auch in Deutschland, dass uns das Thema Terror nun alltäglich begleiten kann. Es kann jeden treffen. Ich werde bestimmt das eine oder andere Taschentuch benötigen und bin sehr gespannt darauf, die Geschichte zu lesen!

Christoph Schulte-Richtering: 32 Tage Juli

Dieses Buch überraschte mich eines Morgens, während ich gemütlich am Frühstückstisch sitze – als plötzlich der Postbote an der Tür klingelt, um mir eine Buchpost vom rowohlt Verlag zu überreichen. 32 Tage Juli handelt von einer Männerfreundschaft. Die zwei Freunde verbindet viele Erinnerungen wie eine Reise kurz nach dem Abitur mit einer Mutprobe, einem Mädchen namens Luisa und vielen Abenteuern. Sie beschließen diese Reise noch einmal anzutreten. Ich freue mich auf das gemeinsame Abenteuer mit Jayjay und Tiggy. Außerdem stelle ich mich so gern schon mal auf den Sommer ein!

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Das sind meine Neuzugänge des Monats, die noch gelesen werden wollen! Sie kommen auf meinen SuB*

Marina Keegan: Das Gegenteil von Einsamkeit

Dieses Buch begleitet mich gerade in jedem Moment, in dem ich Zeit finde zu lesen. Von der ersten Zeile hat es mich berührt und es wurde mir klar, dass es eines meiner Lieblingsbücher überhaupt werden wird. Deshalb möchte ich es auch als meinen Liebling des Monats küren. „Wir haben kein Wort für das Gegenteil von Einsamkeit, aber wenn es eins gäbe, könnte ich sagen, genau das will ich im Leben“. Ich wollte mehr davon lesen. Die Geschichte um Marina Keegan ist jedoch sehr bewegend und traurig. Wenige Tage, nach ihrem Abschluss an der Yale Universität starb sie an einem Autounfall. Das Buch wurde ihr gewidmet und beinhaltet Geschichten und Essays, die sie während ihres Studiums schrieb. Mit diesem stetigen Gedanken an das Schicksal der jungen Autorin bewegen einen die lebensnahen Geschichten umso mehr.

Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich

Dieses Buch hat mir ein fleißiger Osterhase versteckt und obwohl ich stetig von Büchern umgeben bin, freue ich mich immer ganz besonders über ein Buch als Geschenk. Ich vermute aber ganz stark, dass ich gerade deshalb gern mich täglich mit Büchern beschäftige. 😉 Das Buch führt einem vor Augen, dass man oft von einem „Muss“-Monster umgeben ist, dass einem das Gefühl gibt, viele Dinge zu müssen. Wir glauben mehr Sport treiben, uns gesünder ernähren oder im Beruf immer wieder neue Ziele erreichen zu müssen, um nur so unserer Leistungsgesellschaft standhalten zu können. Nach Sean Bummel müssen wir einen Scheiß. Das Buch habe werde ich euch demnächst näher vorstellen und in einer Rezension meine Meinung dazu schreiben!

Harper Lee: Wer die Nachtigall stört und Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Reise des Harold Frey

Diese beiden Bücher fasse ich mal zusammen, weil diese beiden Schätze frisch in meinem Bücherregal eingezogen sind. Beide Bücher standen schon auf meiner virtuellen Leseliste, sodass ich, als ich sie auf dem Flohmarkt entdeckte, nicht lang überlegte. Von ihrer Geschichte und Art her sind sie aber ganz verschieden.  Harper Lees „Wer die Nachtigall stört..“ gilt als Klassiker der modernen Literatur Amerikas und befasst sich mit dem stetigen brisanten Thema gelebter Ungleichheit in unserer Gesellschaft. Angesprochen werden Problematiken wie Rassismus und die Frage nach der Gerechtigkeit zwischen unterschiedlichen Gesellschaftschichten.

„Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht Harold Frey 1000 Kilometer zu Fuß – eine Reise fürs Leben, eine Geschichte über Tapferkeit und Geheimnisse, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe“, heißt es in der Beschreibung über den Roman von Rachel Joyce und verspricht schon, einen womöglich auf eine sehr gefühlvolle, abenteuerliche Reise mitzunehmen.

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Während der Leipziger Buchmesse 2017 konnte ich Horst Evers sogar live lesen sehen und hören.

Horst Evers: Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex

Ihr wollt über die Kuriositäten des Alltags und über die Verrücktheit und den Chaos des Berliner Lebens lachen und intelligenten Humor lesen? Dann empfehle ich Horst Evers‘ neues Buch: Mehr dazu in meiner Rezension Die Philosophie des alltäglichen Wahnsinns

Fazit:

So geht ein bewegender Monat des Lesens zu Ende, dessen i-Tüpfelchen für mich der Welttag des Buches gewesen ist. Er ist zum einen dem Lesen und der Welt der Bücher gewidmet, zum anderen aber auch dem Recht der Autoren. Hier haben viele Buchblogger gezeigt, dass Bücher noch lang nicht vorm Aussterben bedroht sind.

In diesem Sinne freue ich mich, meine Neuzugänge zu lesen und euch im Mai neue Geschichten aus meinem Bücherregal zu erzählen. Welche von den präsentierten Bücher habt ihr schon gelesen und könntet diese empfehlen?

Lesens- und Empfehlenswertes

Lovelybooks ist eine Buchcommunity, in der ihr euch über Neuerscheinungen informieren könnt und Blogger veröffentlichen Rezensionen. Für die wahren Bücherwürmer unter euch ist es auch eine wunderbare Plattform des Austausches und ihr könnt an Leserunden und Gewinnspielen teilnehmen. Meine Seite auf Lovelybooks: Schaut gern mal vorbei!

Mein Artikel zum Welttag des Buches: Literarische Liebeserklärung 

Kinderbücher als Heimat  ist ein Beitrag über Kinderbücher mit einer Aktion von der Stiftung Lesen, die zum Welttag des Buches stattfand.

* #Sub : Von Buchbloggern und in Literaturforen häufig benutzt für: Stapel ungelesener Bücher

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