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Der Literaturblog aus Hamburg und Köln
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Schlagwort: Deutscher Buchpreis

Zeit für herbstliche Lesungs-Events: Monatsblatt September 2025

1. Oktober 2025 Luise blättert auf

Der September, ein Monat des Übergangs mit unbeständigeren, regnerischen Tagen, Wind und klarer Herbstluft: Wir verabschiedeten uns so langsam vom…

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Veröffentlicht in: Monatsblatt, Unterwegs Abgelegt unter: Buchtipps, Deutscher Buchpreis, Harbour Front, Lesemonat, Lesungen, lit.Cologne

Wirre Gedanken: „1000 Serpentinen Angst“ von Olivia Wenzel, eine Rezension

19. November 2020 Luise blättert auf 1 Kommentar

Wirre Gedanken und Erinnerungen. Kaum eine Handlungskurve. Und doch ein roter Faden: Das sind die wesentlichen Keywords, die mir nach…

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Veröffentlicht in: Rezensionen, Romane + Erzählungen Abgelegt unter: Deutscher Buchpreis, Diversity, Osten, Rassismus, Rezension, Roman

Deutsche-Buchpreis-Gewinnerin 2018 – Inger-Maria Mahlke mit „Archipel“

15. Oktober 2018 Luise blättert auf 2 Kommentare

Eine Rezension zu „Archipel“ von Inger-Maria Mahlke (erschienen im Rowohlt Verlag, August 2018) … sowie mehr zum Deutschen Buchpreis Zum…

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Veröffentlicht in: Rezensionen, Romane + Erzählungen Abgelegt unter: Deutscher Buchpreis, Rezension, Roman, Teneriffa, zeitgenössisch, Zeitgeschichte

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aufgeblaettert

Das Licht erlischt, die Stimmen im Saal werden ruh Das Licht erlischt, die Stimmen im Saal werden ruhig. Fünf Spots, fünf Schauspielende, in der Mitte Ida. 

Nayana Heuer spielt als Ida die zentrale Figur und mit spielerischer Wucht in der Theateradaption von Caroline Wahls Roman Windstärke 17. Sie spielt Ida, die wütend ist. Ida, die traurig und verzweifelt ist. Und sie spielt Ida, die sich in Leif (K) verliebt. Marianne (Dagmar Bernhard), Tilda (Nina Carolin), Knut (Murat Yeginer) und Viktor (K) unterstützen kontern, bringt leise, laute und lustige Momente dazu, stehlen ihr aber nie die Show. 

Die Inszenierung von Ayla Yeginer im Ernst Deutsch Theater bleibt nah am Roman, verdichtet die Geschichte und kürzt sie zum Ende hin etwas. Knapp zwei Stunden, die intensiv sind und nachwirken, aber die mich völlig in den Bann gezogen haben.

Als der letzte Satz gesprochen und das Licht erneut erlischt, bleibt vor allem diese Wut: nicht nur laut und zerstörerisch, sondern überraschend nahbar und gerade deshalb so greifbar.

Das Stück läuft bis Ende Mai und ob wütend oder nicht, ob man den Roman gelesen hat oder nicht, ob Caroline Wahl Fan oder nicht – ein Besuch im Ernst Deutsch Theater lohnt sich.
Denn dies war ein Abend, der zeigt, wie viel Wucht in dieser Geschichte wirklich steckt.

Danke für die Einladung zur Premiere! (Aline)

#Windstärke17 #TheaterHamburg #LiteraturAufDerBühne #Theatermoment #Buchadaption
𝙂𝙚𝙡𝙗, 𝙖𝙪𝙘𝙝 𝙚𝙞𝙣 𝙨𝙘𝙝ö𝙣𝙚𝙧 𝙂𝙚𝙙𝙖𝙣𝙠𝙚, ist einer der weni 𝙂𝙚𝙡𝙗, 𝙖𝙪𝙘𝙝 𝙚𝙞𝙣 𝙨𝙘𝙝ö𝙣𝙚𝙧 𝙂𝙚𝙙𝙖𝙣𝙠𝙚, ist einer der wenigen Gedanken, die Georg, ein Protagonist in Nefeli Kavouras gleichnamigem Roman, denkt. Georg liegt im Sterben und das schon ziemlich lange. Seine Tochter und seine Ehefrau begleiten ihn durch diesen endlosen Abschied. Die eine kann nicht loslassen, die andere hat es vielleicht zu früh getan.

In kurzen, eindringlichen Kapiteln, abwechselnd erzählt aus der Perspektive von Mutter Ruth und Tochter Lea, entfaltet sich ein stilles, fast kammerspielartiges Drama. Zwei Frauen, zwei Arten zu trauern und dazwischen ein Mann, der nicht geht.

Ungesagtes bleibt ungesagt, Emotionen werden zurückgehalten, Nähe wird nicht zugelassen. Und genau darin liegt die große Stärke dieses Romans. Er zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit Verlust umgehen und wie einsam Trauer sein kann, selbst dann, wenn man sie gemeinsam erlebt.

Was nach einer schweren Lektüre klingt, ist überraschend lebendig und humorvoll erzählt. Besonders beeindruckt hat mich der Bruch etwa zur Mitte des Romans, der die Geschichte in eine neue Richtung kippen lässt und ihr eine unerwartete Tiefe verleiht. Dafür sollte man offen sein für einen leisen Hauch magischen Realismus.

Ein Roman über das Aushalten, über Sprachlosigkeit und über die Frage, wie man Abschied nimmt, wenn er kein Ende findet. (Aline)

#gegenwartsliteratur #debütroman #lesetipp #magischerrealismus #literaturinhamburg
Es ist ein Abend Ende Februar, als ich im Großen S Es ist ein Abend Ende Februar, als ich im Großen Saal der Elbphilharmonie bei einem Auftritt von Christian Löffler plötzlich an den Roman 𝙋𝙖𝙧𝙩𝙮 𝙋𝙚𝙤𝙥𝙡𝙚 von Stefan Sommer denken muss.

Während ich Löffler beim Auflegen zusehe, tauche ich nicht nur in die Musik ein. Ich beobachte die Menschen, die getragen von den Beats, irgendwann alle aufstehen und tanzen. Und auf einmal verstehe ich auch den Text über Sommers Ich-Erzähler noch einmal besser. Denn dieser ist ebenfalls Techno-DJ. Er legt in Clubs auf, aber auch auf Privatpartys für Superreiche. Er jettet durch die Welt, Designermode und Drogen gehören genauso zu seinem Gepäck wie schlaflose Nächte zwischen Hotelzimmern, Backstage-Räumen und Flughäfen. Die Affäre mit einem verheirateten Mann bringt nicht die erhoffte Glückseligkeit, sondern zieht ihn immer tiefer in eine dunkle Einsamkeit. Und über allem liegt der Verlust seiner Mutter, den er nie verwunden hat.

𝙋𝙖𝙧𝙩𝙮 𝙋𝙚𝙤𝙥𝙡𝙚 führt mitten hinein in eine Welt aus Ruhm, Reichtum und rastlosen Nächten – eine Welt, die für die meisten nur von außen sichtbar ist, erzählt aus der Perspektive eines Menschen, der genau dort steht, wo viele gerne wären.

Während in der Elbphilharmonie der nächste Beat einsetzt und der Saal sich langsam in Bewegung setzt, denke ich daran, wie Sommer genau diese Welt beschreibt. Eine Welt aus Glamour, Exzess und endlosen Nächten und aus der Leere, die bleibt, wenn die Musik und der Applaus verstummt.

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar. (Aline)

#stefansommer #partypeople #rezension #buchtipp #bookstagramdeutsch
𝙄𝙘𝙝, 𝙙𝙞𝙚 𝙞𝙘𝙝 𝙈ä𝙣𝙣𝙚𝙧 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙠𝙖𝙣𝙣𝙩𝙚 von Jacqueline Ha 𝙄𝙘𝙝, 𝙙𝙞𝙚 𝙞𝙘𝙝 𝙈ä𝙣𝙣𝙚𝙧 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙠𝙖𝙣𝙣𝙩𝙚 von Jacqueline Harpman wird als ebenso klassisch wie Der Report der Magd und ebenso existenziell wie Die Wand beschrieben. Jetzt erschien der Roman erstmals auf Deutsch in der Übersetzung von Luca Homburg, ich selbst habe den Roman in der englischen Übersetzung gelesen.

Die Protagonistin wächst ohne Männer auf. Gemeinsam mit 39 weiteren Frauen lebt sie in einem unterirdischen Gefängnis, bewacht von nur sechs Wärtern. Sie ist die jüngste, zum Zeitpunkt als die Handlung einsetzt vielleicht gerade 16 Jahre alt. Niemand erinnert sich daran, wann oder warum sie dorthin gebracht wurden, niemand weiß, was an der Erdoberfläche geschehen ist. Zeit scheint in diesem Bunker kaum zu existieren. Bis eines Tages ein Alarm ertönt, die Wachen verschwinden und die Gefängnistür offen steht und sich alles verändert.

Besonders beeindruckt hat mich die eindringliche Beschreibung dieser dystopischen Welt. Eine Welt, die zugleich leer und fremd, beinah Lebensfeindlich wirkt. Dennoch ist da ein unbändige Entdeckerwille der Protagonistin welcher ein schönes Gegengewicht herstellt, mich bis zur letzten Seite bewegt und dem Roman eine ungeahnte Spannung verliehen hat.

Mit 𝙄𝙘𝙝, 𝙙𝙞𝙚 𝙞𝙘𝙝 𝙈ä𝙣𝙣𝙚𝙧 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙠𝙖𝙣𝙣𝙩𝙚 schafft Jacqueline Harpman eine stille, existenzielle Dystopie über Einsamkeit, Überleben und darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein. Für mich steht dieser Roman deshalb vollkommen zurecht neben Autorinnen wie Margaret Atwood und Marlen Haushofer. (Aline)

#ichdieichmännernichtkannte #jacquelineharpman #dystopischeroman #literaturklassiker #bookstagramdeutsch
Als absoluten (Hör-)Buchtipp empfehlen wir euch he Als absoluten (Hör-)Buchtipp empfehlen wir euch heute: Tara-Louise Wittwers 𝓝𝓮𝓶𝓮𝓼𝓲𝓼‘ 𝓣ö𝓬𝓱𝓽𝓮𝓻, das empowernd ist! Tara spricht sowohl über Female Rage und die Akzeptanz weiblicher Wut, als auch über das Bedürfnis nach Solidarität zwischen Frauen sowie dem Streben nach eigener Selbstbestimmung. Hier erzählt die Autorin von der Geschichte jahrhundertelanger Unterdrückung von Frauen, etwa von der sogenannten Hexenverfolgung – die letztendlich eine Frauenverfolgung war, da es Hexen nie gab. Oder von mutigen Frauen wie Giulia Tofana, einer legendären Giftmischerin, die im 17. Jh. damit Frauen verholfen haben soll, sich aus gewaltvollen Ehen zu befreien. Wobei die Autorin der Frage nachgeht, ob Tofana eine Täterin und zugleich Heldin sein kann.

Neben feministischen Songs wie dem Klassiker Who Run the World oder den coolen Songs von Blond versprechen wir euch, mit Taras selbstbewussten, eindrücklichen und authentischen Art auf den Ohren geht‘s euch direkt besser. Wie in einem Gespräch zwischen Freundinnen! 

Und unseren Freund:innen in Hamburg empfehlen wir, dieses Hörbuch auf den Weg nach Barmbek zu hören, wo es eine spannende Ausstellung zur Care Arbeit im Museum der Arbeit 𝓒𝓪𝓻𝓮! gibt. Diese Sonderausstellung könnt ihr euch noch bis 3. Mai anschauen und mit der Frage auseinandersetzen, was es für eine Gesellschaft braucht, die nicht auf Kosten Einzelner (meist Frauen) funktioniert – sondern Fürsorge und Pflegearbeit neu denkt?

#internationalerFrauentag #kulturinhamburg #Hörbuchtipp #Sachbuch #feminismusfetzt
Son Lewandowski unternimmt in 𝘿𝙞𝙚 𝙍𝙤𝙪𝙩𝙞𝙣𝙚𝙣 den Ver Son Lewandowski unternimmt in 𝘿𝙞𝙚 𝙍𝙤𝙪𝙩𝙞𝙣𝙚𝙣 den Versuch, einen zutiefst visuellen Sport – das Turnen – in Literatur zu übersetzen. Aus athletischer Bewegung wird Sprache, aus Körperlichkeit wird Text. Dabei verbirgt sich die systemische Kritik an körperbetonten Kostümen, extremen Schlankheitsidealen, sexualisierten Bewegungsabläufen und Übergriffen auf junge Frauen hinter einer hochliterarischen, stellenweise dichten Sprache, die diese Kritik beinahe überdeckt.

Amik, die Erzählstimme, ist zugleich Beobachterin, Erzählerin und aktive Sportlerin. Sie bewegt sich zwischen Jahrzehnten, verweist auf Turnerinnen wie Olga Korbut, Simone Biles und Nadia Comăneci und kehrt immer wieder ins Jahr 2023 zurück. Dort richtet sich ihr Blick auf ein ominöses „Du“, das nach einem Wettkampfunfall im Koma liegt. Ihren echten Namen erfahren wir nicht. Auch „Amik“ ist ein Spitzname, angelehnt an ein Maskottchen der Olympischen Spiele, so wie viele Namen im Team.

Diese Anonymisierung schafft Distanz zwischen Lesenden und Figuren, fast wie ein Schutzraum für die jungen Frauen, welcher ihnen im realen System verwehrt blieb. Zugleich wirkt der Roman selbst wie ein „Manöver, Kunststück und Krieg“ (S. 133), reiht sich in literarische Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch und MeToo ein und fordert seine Lesenden intellektuell heraus.

Mich hat diese Verdichtung gleichermaßen gereizt und überfordert. Am Ende der Kür richtet sich mein erschöpfter, nervöser Blick Richtung Kampfrichter mit der Frage, ob ich diesem Roman wirklich gerecht werden konnte.
Der Roman ist für den Debütpreis der @lit.cologne nominiert. (Aline)

Danke für das Rezensionsexemplar.

#dieroutinen #sonlewandowski #feministischeliteratur #debütroman #gegenwartsliteratur
Die einen sagen, Helene Böhlau habe mit 𝙃𝙖𝙡𝙗𝙩𝙞𝙚𝙧! Die einen sagen, Helene Böhlau habe mit 𝙃𝙖𝙡𝙗𝙩𝙞𝙚𝙧! einen der feministischen Klassiker der deutschen Literatur geschrieben. Die Autorin selbst distanzierte sich später von dieser Einordnung.

Der Roman erschien erstmals 1899 und hat mich beim Lesen direkt in meine Schulzeit zurückversetzt, genauer in den Deutsch Leistungskurs der zwölften Klasse. Nicht zuletzt, weil die Neuauflage mit einem Nachwort von Helene Falk, der Urenkelin der Autorin, im Reclam Verlag erschienen ist.

Ähnlich wie damals hätte ich mir beim Lesen gewünscht, meine Lehrerin an der Seite zu haben, um den Text Schritt für Schritt zu analysieren, über das Geschriebene zu diskutieren und die tieferen Bedeutungsebenen zu erschließen. Der zentrale Gedanke ist dennoch klar: Es geht um weibliche Selbstbestimmung und um die Befreiung vom Patriarchat.

Im Mittelpunkt steht Isolde, die Tochter eines autoritären, mittellosen Künstlers. In diesem Umfeld wächst sie auf und wird sozialisiert. Ihr Idol Mengersen, ebenfalls Künstler aus dem Bekanntenkreis des Vaters, missbraucht sie. Isolde erschießt ihn und wählt später den Freitod.

Mit dieser radikalen Handlung begründete Böhlau ihren Ruf als feministische Schriftstellerin, nicht zuletzt, weil sie sich gegen die gesellschaftlichen Konventionen des Jahres 1899 stellte. Warum sich die Autorin später von dieser, aus heutiger Perspektive durchaus als Errungenschaft zu betrachtenden, Zuschreibung distanzierte, bleibt unklar. Waren die gesellschaftlichen oder politischen Zwänge letztlich zu stark?
Unabhängig davon hat Helene Böhlau mit 𝙃𝙖𝙡𝙗𝙩𝙞𝙚𝙧! ein eindrückliches Zeitzeugnis hinterlassen. 

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar. (Aline) 

#HeleneBöhlau #Halbtier #Literaturklassiker #FeministischeLiteratur #BookstagramDeutschland
Die Protagonistin Charly in Julia Engelmanns Roman Die Protagonistin Charly in Julia Engelmanns Roman 𝑯𝒊𝒎𝒎𝒆𝒍 𝒐𝒉𝒏𝒆 𝑬𝒏𝒅𝒆 durchlebt all diese verrückten Gefühle zwischen „…ob ich da war oder weg. Weil ich an niemanden hing. Und niemand an mir.“ (S.16) und „Vielleicht gehörte ich sogar endlich irgendwohin.“ (S.188). Dazwischen wird der Regen immer stärker und stärker. „Es goss jetzt richtig, aber wir blieben trotzdem sitzen, Markus und ich, auf der Stufe zwischen dem Weglaufen und dem Dableiben, zwischen zu Hause und der großen, weiten Welt.“ (S.82).

Der Regen liese sich an der Stelle auch metaphorisch lesen, denn Charly ist 15, ihre Mutter hat gerade einen neuen Mann kennengelernt, ihr bester Freund heißt Markus und ist ein Meerschwein. Man könnte sagen, die Pubertät trifft sie mit voller Wucht. Zwischen Einsamkeit, Unsicherheit und Selbstfindung begegnet sie Pommes, der eigentlich Kornelius heißt und ein wenig Sonne in das Regenwetter bringt.

Auch in mein Leben hat dieses Coming of Age Debüt etwas Sonne gebracht, nicht zuletzt, wenn man die Stimme der durch Poetry Slam bekannt gewordenen Autorin im Ohr hat. Dabei ist es insbesondere ihr unverwechselbarer Sprachrhythmus der Charly, Markus und Pommes während der Lektüre ans Herz wachsen lässt. 

Danke an den Verlag für das Leseexemplar. (Aline)

#HimmelOhneEnde #JuliaEngelmann #ComingOfAge #Gegenwartsliteratur #BookstagramDeutschland
Dieses Jahr gehe ich auf Weltreise, 𝙡𝙞𝙩𝙚𝙧𝙖𝙧𝙞𝙨𝙘𝙝𝙚 𝙒 Dieses Jahr gehe ich auf Weltreise, 𝙡𝙞𝙩𝙚𝙧𝙖𝙧𝙞𝙨𝙘𝙝𝙚 𝙒𝙚𝙡𝙩𝙧𝙚𝙞𝙨𝙚. So wird es mich im Laufe des Jahres nach Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika sowie Australien und Ozeanien ziehen. Die Beiträge findet ihr hauptsächlich auf dem Blog, aber auch hier auf Instagram werden ein paar Beiträge erscheinen. 

Inspiriert von der Region Donau als Gastregion der Leipziger Buchmesse 2026 beginne ich meine Reise in Europa. Die Donau, einer der mächtigsten und längsten Flüsse Europas, verbindet Länder, Kulturen und Geschichten. Mein Lesepass führt mich entlang des Flusses von Ungarn nach Österreich, später ins Vereinigte Königreich und nach Irland sowie nach Island. Alles Länder, die ich bereits bereist habe und mit denen mich persönliche Erinnerungen verbinden. Umso spannender ist es, sie nun noch einmal literarisch zu entdecken.

Kommt ihr mit und auf welche Länder freut ihr euch besonders? *Link in Bio* (Aline)

#booksaroundtheworld #literaturliebe #reisenmachtglücklich #buchrezension #literaturblog
Als ich vor 9 Jahren mit Freundinnen Urlaub in Sri Als ich vor 9 Jahren mit Freundinnen Urlaub in Sri Lanka machte, wurden wir eindringlich vor Reisen in den Norden der Insel gewarnt. Gerade einmal 8 Jahre lag das Ende des Bürgerkriegs zu diesem Zeitpunkt zurück – und rückblickend scheint es, als hätte damals kaum jemand an einen dauerhaften Frieden geglaubt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Bürgerkrieg zwischen tamilischen Separatisten und der singhalesisch dominierten Regierung ganze 26 Jahre andauerte und Zehntausenden Menschen auf beiden Seiten das Leben kostete. 

V. V. Ganeshananthan nimmt uns in 𝑫𝒆𝒓 𝒃𝒓𝒆𝒏𝒏𝒆𝒏𝒅𝒆 𝑮𝒂𝒓𝒕𝒆𝒏 mit in eben jene Jahre des Bürgerkriegs und in den Norden Sri Lankas, wo die junge Tamilin Sashi mit ihrer Familie lebt. Sie hat nur einen Wunsch: Ärztin werden, wie ihr Großvater und ihr geliebter älterer Bruder. Mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs verändert sich alles. Für Sashi, ihre Familie und für den Nachbarsjungen K., in den sie verliebt ist. Ohne ihrer Protagonistin eine Richtung aufzuzwingen, folgt die Autorin Sashi auf dem Weg durch den Krieg und Ausbildung zur Ärztin, mit all ihren Irrtümern, Zweifeln und Entscheidungen. Besonders berührt haben mich ihre Verletzlichkeit, ihre Unsicherheit und die beinahe nüchterne Neutralität, mit der Ganeshananthan sie dabei betrachtet. Der Bürgerkrieg wirkt stellenweise wie ein Rausch aus Gewalt und Grausamkeit, der an Sashi vorbeifegt, obwohl sie ein Teil von ihm ist und in dem sie ihre eigenen Kämpfe ausfechtet. Durch das sachbuchartige Design der Kapitel wird 𝑫𝒆𝒓 𝒃𝒓𝒆𝒏𝒏𝒆𝒏𝒅𝒆 𝑮𝒂𝒓𝒕𝒆𝒏 zu einem intensiven Deep Dive in die Geschichte eines Landes, das ich bislang nur als Urlaubsland kannte. Rückblickend hätte ich dieses Buch gerne schon damals gelesen, um so Land und Leute noch etwas besser zu verstehen. 

Aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz. Danke an den Verlag für das Leseexemplar für unseren Buchclub! (Aline)

#bookstagramdeutsch, #weltliteratur, #historischerroman, #gesellschaftsroman, #lesetipp
Viel zu lange lag 𝒁𝒆𝒊𝒕 𝒊𝒉𝒓𝒆𝒔 𝑳𝒆𝒃𝒆𝒏𝒔 von Dirk Giese Viel zu lange lag 𝒁𝒆𝒊𝒕 𝒊𝒉𝒓𝒆𝒔 𝑳𝒆𝒃𝒆𝒏𝒔 von Dirk Gieselmann auf meinem Lesestapel. Dafür gab es vor allem einen Grund: Die Sorge, die Geschichte könnte zu sehr an Leon und Louise von Alex Capus erinnern, welches ich kurz zuvor gelesen hatte. Zwei ganz normale Menschen begegnen sich, verlieben sich, werden durch einen Schicksalsschlag – oder wie hier durch eine bewusste Entscheidung – getrennt und beginnen bei einer späteren Begegnung eine Affäre. Das Grundkonzept scheint damit schnell erzählt. Und doch hat mich die melancholische Liebesgeschichte zwischen Frieda und Georg gefesselt. Vor allem wegen der wunderschönen Sprache Dirk Gieselmanns. Jeder Satz liest sich wie ein Gedicht, könnte für sich stehen, nachhallen, berühren – und auf einer tieferen Ebene wirken:

„Man ist nie nur der Mensch, der man jetzt gerade ist, man ist auch immer der, der man mal war, und sogar der, der man nie sein konnte.“ (S. 28)

„Ihr Haar war weiß geworden, die Falte auf dem Stirnbein deutlich tiefer: Spuren des gelebten Lebens, der Trauer, Freude, Hoffnung, Liebe, des Zweifels und der Einsamkeit.“ (S. 202)

Diese poetische Sprache zieht sich durch die gesamten etwas über 220 Seiten, ohne mir zu viel oder gar kitschig zu werden. Vielmehr habe ich den Roman auf zwei Ebenen gelesen: Die Handlung für sich genommen ist eher unspektakulär. Die Sprache jedoch macht 𝒁𝒆𝒊𝒕 𝒊𝒉𝒓𝒆𝒔 𝑳𝒆𝒃𝒆𝒏𝒔 zu einem überraschend schönen, nachhallenden Leseerlebnis.
Danke an den Verlag für das Leseexemplar.
(Aline) 

#bookstagramdeutsch, #liebesroman, #literaturliebe, #sprachgewaltig, #lesegenuss
Das Buchcover von 𝑼𝒏𝒃𝒆𝒖𝒈𝒔𝒂𝒎 𝒘𝒊𝒆 𝒅𝒊𝒆 𝑺𝒆𝒆 von Emilia Das Buchcover von 𝑼𝒏𝒃𝒆𝒖𝒈𝒔𝒂𝒎 𝒘𝒊𝒆 𝒅𝒊𝒆 𝑺𝒆𝒆 von Emilia Hart ist euch bestimmt schon mehr als einmal über den Bildschirm gelaufen. Tiefsee, Quallen, bunte Fische – eine Welt, verborgen in den dunklen Tiefen des Meeres. In der Buchhandlung hat es auch mich gerufen, ganz leise geflüstert: Nimm mich mit. Lies mich. Diesen Ruf des Meeres hören auch die Protagonistinnen des Romans: Lucy, Jess, Mary und Eliza. Er ist das verbindende Element einer Geschichte, die sich über zwei Jahrhunderte erstreckt. Lucy lebt in der Gegenwart, erwacht aus einem Albtraum und flüchtet vor ihrer Realität zu ihrer Schwester. Jess wird zwanzig Jahre zuvor mit einer seltenen Erkrankung diagnostiziert und verfällt den süßen Worten ihres Kunstlehrers. Mary und Eliza werden im Jahr 1800 von ihrem Vater getrennt und von Irland nach Australien verbannt. Vier Frauen, über Zeit und Meer hinweg miteinander verbunden. Alle erleben von Männern ausgelöste Ungerechtigkeiten, kämpfen um ihren Platz im Leben und daran, nicht zu zerbrechen – sondern zu wachsen. Emilia Hart verbindet in 𝑼𝒏𝒃𝒆𝒖𝒈𝒔𝒂𝒎 𝒘𝒊𝒆 𝒅𝒊𝒆 𝑺𝒆𝒆 feministische und kriminalistische Elemente mit magischem Realismus und entführt uns Leser:innen in eine Welt fernab unserer Vorstellungskraft. Gefesselt bin ich durch die etwas über 400 Seiten geflogen, erzählt aus wechselnden Perspektiven und Zeiten. Am Ende bin ich dem Ruf dieses Buches erlegen – auch wenn es zwischendurch ein paar Längen hatte. Unbeugsam wie die See bleibt dennoch ein atmosphärischer Cozy Read, der nach Australien und in die Tiefen des Meeres entführt. 
Aus dem Englischen von Julia Walther. (Aline) 

#bookstagramdeutsch, #booksaroundtheworld, #magischerrealismus, #feministischeslesen, #lesetipp
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